Kategorie: kurzgeschichten

03.11.12

5 Uhr morgens

Um fünf Uhr klingelte der Wecker. Kein Regen und der Mond war zu sehen. Auf gings zum Moordamm in Rehden. Auf dem Parkplatz standen bereits drei Autos. Nun gabs Frühstück zum Wachwerden.
Raus in die frische Morgenluft und punktgenau hörte man die ersten Kraniche. Bei Sonnenaufgang werden sie wach und fliegen von ihren Schlafplätzen in die umliegenden Feldern zum Fressen.
Für alle Langschäfer sei erzählt, dass nun reger Vogelbeobachtungsverkehr einsetzte. Vorwiegend niederländische Autokennzeichen waren zu sehen. Der Moordamm füllte sich mit Beobachter und die Kraniche flogen in kleinen und grossen Trupps los.
Eine halbe Stunde dauerte das Spektakel, dann wurde es wieder leise. Leider zogen auch Wolken vor den Sonnenaufgang. Schön wars!

16.11.09

Maiproll, Hillebille, Osterräder

Taudel Schmidt hat ein Buch über Bräuche in Ostwestfalen-Lippe herausgegeben. Nette Geschichten, kurzweilig zu lesen und bestimmt für viele Leser mit eigenen Erinnerungen verknüpft ein Schatz.

Eines meiner Fotos hat einen Platz auf dem Umschlag gefunden und als Dankeschön bekam ich ein Exemplar des Buches "Maiproll, Hillebille, Osterräder" von Traudel Schmidt geschenkt. Es ist im Wartberg Verlag erschienen.

 

Von claudia in kurzgeschichten16.11.09 German (DE) E-Mail
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31.10.09

Fabel: Der Wolf und der Kranich


Der Wolf und der Kranich

Ein Wolf hatte ein Schaf erbeutet. Er verschlang es so gierig, dass ihm ein kleiner Knochen hinten im Rachen stecken blieb. Aus lauter Not setzte der Wolf eine Belohnung aus, wenn jemand ihm helfen könnte. Das hörte der Kranich und kam herbei. Mit seinem spitzen Schnabel gelang  es ihm, den Knochen herauszuziehen, und er verlangte den versprochenen Lohn.

"Was?", knurrte der Wolf zornig. "Du Unverschämter! Ist es dir nicht Belohnung genug, dass du deinen Kopf heil aus meinem Wolfsrachen bekommen hast? Geh heim und sei dankbar, dass ich dich leben lasse."

Tierfabel von Äsop  6. Jahrhundert vor Christus

 

 

30.10.09

Wenn die Kraniche rufen....

Als nach der Zerstörung von Hiroshima viele Menschen aufgrund der freigesetzten Radioaktivität krank wurden, war darunter auch ein Mädchen namens Sadako. Um nicht ängstlich und traurig zu werden, begann Sadako aus Origami-Papier Kraniche zu falten. Denn in Japan sagt man: Wer 1.000 Kraniche gefaltet hat, hat einen Wunsch frei. Und Sadako wollte so gerne wieder gesund werden. Aber sie starb, bevor sie die 1.000 erreichte. Damit sie ihren Wunsch doch noch irgendwie erfüllt bekommt, haben dann überall auf der Welt Menschen Kraniche gefaltet und sie nach Hiroshima geschickt. Auch an anderen Orten (in Tempeln oder Schreinen) kann man sie heute finden - als Zeichen der Hoffnung.

Links zur Anleitung:

http://www.origami-kunst.de/faltanleitungen/diagramme/kranich/

http://www.youtube.com/watch?v=HdzvwdC1wbI&feature=related

15.06.06

Männer im WM Fieber!

Martin kommt müde von der Arbeit und wir machen einen Spaziergang mit Sam am Auesee. Martin entspannt sich und vergisst die Zeit.
Ich erinnere ihn, dass wir nun nach Hause müssten, denn es kommt ja das Fussballspiel Deutschland gegen Polen. Auf der Rückfahrt erzählt er mir, dass ein Grossneffe Poltern hat und sie da extra eine Grosswandleinwand aufstellen wollen, damit man das Spiel verfolgen kann. Ich spüre, wie gerne er da hinginge.... aber er wirkt sehr müde.
Wir bleiben also zuhause, machen den Fernseher an. Spiel beginnt, nach zwei Minuten höre ich Martin schnarchen!!! Und das höre ich bis Spielende ;) Nur als ich laut jubele, als das Tor fiel, wird Martin kurz wach, schaut hin und sagt:"Schönes Tor!"
Ich freue mich schon auf den nächsten Fussballabend! Fussball kann so nervenkitzelnd sein :)

Von claudia in kurzgeschichten15.06.06 German (DE) E-Mail
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03.05.05

Pannen , Pech und Pleiten...

Es gab einige Gewitter in den letzten viereinzwanzig Stunden, als ich auf Arbeit war, davor war es drückend schwül und sommerlich heiss. Die falschen Schuhe an den Füssen, Sommerschlappen, rutsche ich auf schmierigen Steinplatten aus, als ich zum Auto will. So liege ich im Matsch und meine linke Seite ist von oben bis unten nass und dreckig. Positiv, ich stehe wieder auf und stelle fest, dass ich nur nass und dreckig bin.
Ich beschliesse, es gelassen zu nehmen und würdevoll gehe ich weiter, als wäre nichts geschehen.
Setze mich ins Auto und stelle sofort fest, nun wird mein Po auch noch nass, schaue instinktiv nach oben. Na prima, ich vergass das Schiebedach zu schliessen... Auto springt noch an, nichts wie nach Hause!
Sitzheizung an und los. Unterwegs bekomme ich immer wieder Duschen von oben, da hat sich einiges Wasser angesammelt.
Zuhause erzähle ich es Paul. Sein Kommentar, Sitzheizung hätte er ja nicht angemacht wegen Kurzschlussgefahr!

Von claudia in kurzgeschichten03.05.05 German (DE) E-Mail
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18.03.05

Sam überrascht mich

Da spaziere ich mal wieder mit Sam am Kanal, träume vor mich hin, bis ich plötzlich vor mir eine Frau mit zwei freilaufenden Hunden wahrnehme. Sam ist angeleint, weil er hinter jedem Rebhuhn nachjagt. Sofort bekomme ich Angst, um meinen kleinen angeleinten Hund. Er hat ja keine Chance wegzulaufen, wenn diese Hunde ihm was Böses wollen. Der kleinere von beiden stürmt auf Sam zu und Sam fängt an zu knurren! Ein tiefes Knurren und der andere Hund zieht seinen Schwanz ein und tritt den Rückzug an. Ich bin staunend sprachlos. Sam kann knurren!

Von claudia in kurzgeschichten18.03.05 German (DE) E-Mail
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