Kategorie: kurzgeschichten
16.11.09
Maiproll, Hillebille, Osterräder
Taudel Schmidt hat ein Buch über Bräuche in Ostwestfalen-Lippe herausgegeben. Nette Geschichten, kurzweilig zu lesen und bestimmt für viele Leser mit eigenen Erinnerungen verknüpft ein Schatz.
Eines meiner Fotos hat einen Platz auf dem Umschlag gefunden und als Dankeschön bekam ich ein Exemplar des Buches "Maiproll, Hillebille, Osterräder" von Traudel Schmidt geschenkt. Es ist im Wartberg Verlag erschienen.
07.11.09
31.10.09
Fabel: Der Wolf und der Kranich
Der Wolf und der Kranich
Ein Wolf hatte ein Schaf erbeutet. Er verschlang es so gierig, dass ihm ein kleiner Knochen hinten im Rachen stecken blieb. Aus lauter Not setzte der Wolf eine Belohnung aus, wenn jemand ihm helfen könnte. Das hörte der Kranich und kam herbei. Mit seinem spitzen Schnabel gelang es ihm, den Knochen herauszuziehen, und er verlangte den versprochenen Lohn.
"Was?", knurrte der Wolf zornig. "Du Unverschämter! Ist es dir nicht Belohnung genug, dass du deinen Kopf heil aus meinem Wolfsrachen bekommen hast? Geh heim und sei dankbar, dass ich dich leben lasse."
Tierfabel von Äsop 6. Jahrhundert vor Christus
30.10.09
Wenn die Kraniche rufen....
Als nach der Zerstörung von Hiroshima viele Menschen aufgrund der freigesetzten Radioaktivität krank wurden, war darunter auch ein Mädchen namens Sadako. Um nicht ängstlich und traurig zu werden, begann Sadako aus Origami-Papier Kraniche zu falten. Denn in Japan sagt man: Wer 1.000 Kraniche gefaltet hat, hat einen Wunsch frei. Und Sadako wollte so gerne wieder gesund werden. Aber sie starb, bevor sie die 1.000 erreichte. Damit sie ihren Wunsch doch noch irgendwie erfüllt bekommt, haben dann überall auf der Welt Menschen Kraniche gefaltet und sie nach Hiroshima geschickt. Auch an anderen Orten (in Tempeln oder Schreinen) kann man sie heute finden - als Zeichen der Hoffnung.
Links zur Anleitung:
http://www.origami-kunst.de/faltanleitungen/diagramme/kranich/
16.07.06
Angstbewältigung

Da locken in der Wiese, wo die die Rinderherde lebt die Schmetterlinge und ich habe Angst vor den Rindviechern.... Da ist guter Rat teuer. Und jemand rät, nimm den Hund mit... Also schleiche ich mit Sam in die Wiese zu den Disteln und einem unendlichen Schmetterlingspardies. Und ich entdecke ein Tagpfauenauge... Was für ein Glück! Am Samstag sag ich zu Martin, komm mit, ich zeige dir was Schönes. Gemeinsam bestaunen wir Schmetterlinge in Hülle und Fülle und auch das Tagpfauenauge kann ich ihm zeigen. Da kommt der Bauer, er habe von der Strasse gesehen, dass da Leute in der Wiese seien, da wollte er doch nachschauen. Ich erzähle ihm, dass ich nun mit Hund mich in die Wiese traue... Er erzählt mir dann, wie er seinen eigenen Hund grade noch retten konnte, als die Rinder ihn schon eingekesselt hatten, weil sie wenn sie Junge haben sehr agressiv auf Hunde reagieren.... Soviel zur Angstbewältigung. Manchmal ist Angst haben einfach richtig! ![]()
15.06.06
Männer im WM Fieber!
Martin kommt müde von der Arbeit und wir machen einen Spaziergang mit Sam am Auesee. Martin entspannt sich und vergisst die Zeit.
Ich erinnere ihn, dass wir nun nach Hause müssten, denn es kommt ja das Fussballspiel Deutschland gegen Polen. Auf der Rückfahrt erzählt er mir, dass ein Grossneffe Poltern hat und sie da extra eine Grosswandleinwand aufstellen wollen, damit man das Spiel verfolgen kann. Ich spüre, wie gerne er da hinginge.... aber er wirkt sehr müde.
Wir bleiben also zuhause, machen den Fernseher an. Spiel beginnt, nach zwei Minuten höre ich Martin schnarchen!!! Und das höre ich bis Spielende
Nur als ich laut jubele, als das Tor fiel, wird Martin kurz wach, schaut hin und sagt:"Schönes Tor!"
Ich freue mich schon auf den nächsten Fussballabend! Fussball kann so nervenkitzelnd sein ![]()
03.05.05
Pannen , Pech und Pleiten...
Es gab einige Gewitter in den letzten viereinzwanzig Stunden, als ich auf Arbeit war, davor war es drückend schwül und sommerlich heiss. Die falschen Schuhe an den Füssen, Sommerschlappen, rutsche ich auf schmierigen Steinplatten aus, als ich zum Auto will. So liege ich im Matsch und meine linke Seite ist von oben bis unten nass und dreckig. Positiv, ich stehe wieder auf und stelle fest, dass ich nur nass und dreckig bin.
Ich beschliesse, es gelassen zu nehmen und würdevoll gehe ich weiter, als wäre nichts geschehen.
Setze mich ins Auto und stelle sofort fest, nun wird mein Po auch noch nass, schaue instinktiv nach oben. Na prima, ich vergass das Schiebedach zu schliessen... Auto springt noch an, nichts wie nach Hause!
Sitzheizung an und los. Unterwegs bekomme ich immer wieder Duschen von oben, da hat sich einiges Wasser angesammelt.
Zuhause erzähle ich es Paul. Sein Kommentar, Sitzheizung hätte er ja nicht angemacht wegen Kurzschlussgefahr!
18.03.05
Sam überrascht mich
Da spaziere ich mal wieder mit Sam am Kanal, träume vor mich hin, bis ich plötzlich vor mir eine Frau mit zwei freilaufenden Hunden wahrnehme. Sam ist angeleint, weil er hinter jedem Rebhuhn nachjagt. Sofort bekomme ich Angst, um meinen kleinen angeleinten Hund. Er hat ja keine Chance wegzulaufen, wenn diese Hunde ihm was Böses wollen. Der kleinere von beiden stürmt auf Sam zu und Sam fängt an zu knurren! Ein tiefes Knurren und der andere Hund zieht seinen Schwanz ein und tritt den Rückzug an. Ich bin staunend sprachlos. Sam kann knurren!
31.01.05
klapperkiste
Auf zur Krankengynastik. In der Garage kein Auto. Auf dem Hof kein Auto.
Ich rief Martin an, um mich zu beklagen. Pauls Auto steht in der Scheune, so gut versteckt, dass es Paul heute morgen wohl auch nicht fand und den Bulli nahm.
Gut, ich kann ja damit fahren. Bis Espelkamp wurde mein Po so heiss, dass ich mich gegrillt fühlte... wie man die Sitzheizung ausstellt - keine Ahnung.
Ich machte das Licht aus, war noch so richtig stolz auf mich, dass ich obwohl es schon hell war, daran dachte!
Nach der Krankengynastik sehe ich, das Licht brennt- wohl Standlicht angelassen... und genau wie erwartet, sprang der Motor nicht an!
Im Kofferraum liegt das Überbrückungskabel schon griffbereit. Also nur noch einen Mann finden, der mir helfen kann.
Hielt einen Mann an, der konnte sowas nicht, aber er würde mir jemand vorbei schicken, der das kann.
So übte ich Tanzschritte auf dem Parkplatz, bis ich merkte, dass ich nasse Füsse bekam. Überlegte mir, ob auf Männer überhaupt noch Verlass ist in der heutigen Zeit...
Neben meinem Auto stieg eine zierliche Frau in ihr Auto. Ich sprach sie an, ob sie mir helfen könne. Und sie konnte.
Auf dem Rückweg genoss ich meinen heissen Po, wagte kein Licht anzumachen und versteckte diese Klapperkiste wieder in der Scheune.
24.01.05
was macht die maus am montag?
In meiner Tupperschublade fand ich eben einen Notizzettel, da schrieb Martin: Hier war eine Maus drin!
Leider fehlt Datum und Uhrzeit. Nächstes Mal bitte dazuschreiben.
Ein richtiger Mann hätte die Maus gefangen! Ich mache der Maus nun Frühstück.










